Kolloquium : Die jungen Sexualstraftäter

17 Mai 2010 par fso

Bilanz ziehen zum Phänomen der jungen Missbrauchstäter, sowie über den aktuellen Stand der professionellen Interventionen; dies war die Herausforderung des vom Institut Universitaire Kurt Boesch und dem IRK organisierten Kolloquiums vom 6. und 7. Mai 2010.

In seiner öffentlichen Konferenz vom Donnerstag, hat der Psychologe Hubert van Gijseghem eine mögliche Zunahme der von den Minderjährigen ausgeübten sexuellen Missbräuche erwähnt, welche im Gegensatz zu einer allgemeinen Abnahme der sexuellen Missbräuche steht, der man zumindest in einem Grossteil der westlichen Welt beiwohnt. Der angeschlagene Ton war der einer Mythenzerlegung: NEIN, die Missbrauchstäter sind bei weitem nicht alles Kinder, die selber missbraucht wurden und NEIN, man kann sich nicht mehr auf das Postulat des Latenzalters (6-12 Jahre) in Sachen Sexualität verlassen.

Der Freitag hat sechs verschiedene europäische Länder abdeckende Interventions-Anhaltspunkte vorgestellt, mit der ethischen Frage im Hintergrund, mit der jeder Pfleger konfrontiert ist. Denn es geht wohl darum, dass man ohne dem Katastrophismus oder der Erstarrung nachzugeben, die Intervention humaner gestaltet, indem man gleichzeitig  auf eine Differenzialdiagnostik abzielt, welche in der Angelegenheit für Weisheit bürgt.

Eine weitere Erstarrung muss berücksichtigt werden, wenn es um junge Sexualstraftäter geht: die der öffentlichen Meinung. Ein von Prof. Philip Jaffé geäusserter Wunsch betrifft insbesondere die Medien, welche man wegen der prahlerischen Art, wie sie mit diesen aus quantitativer Sicht minimal bleibenden Tatsachen umgehen, konfrontieren müsste. Tatsächlich handelt es sich um 1% aller von Minderjährigen begangenen Verstösse.

Geneviève Levine, 17.05.2010

1 résponse pour “Kolloquium : Die jungen Sexualstraftäter”

  1. Rosabel dit:

    ujxuuy Wish I could come up with posts that cool.

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