Vivre ma commune

8 Oktober 2012 par fso

Das IUKB führt zwischen 2012 und 2015 das forschungs- und handlungsorientierte Projekt Vivre ma commune durch. Dieses Projekt zielt darauf ab, in der Westschweiz den Dialog und die Reflexion im Bereich der lokalen Politik bezüglich Kinder- und Jugendfragen weiterzuentwickeln.

Von Michele Poretti, Projektverantwortlicher und Senior Forscher der Abteilung Rechte des Kindes des Universitären Institutes Kurt Bösch

In der Schweiz wachsen Kinder wie überall in vielfältigen Milieus auf, welche fortlaufenden Veränderungen unterlegen sind. Die interdependenten Entwicklungen dieser Zusammenhänge – wie die Familie, die Schule, die Arbeitswelt, das Dorf oder die Stadt – bestimmen die Lebensqualität der Kinder, der Jugendlichen und ihrer Familien und unterwerfen die Mechanismen der lokalen Behörden Bewährungsproben. Das Projekt Vivre ma commune interessiert sich für die Lebensqualität der Kinder und der Jugendlichen der Westschweiz und für die zu ihren Gunsten verwirklichten lokalen öffentliche Politiken. Welches sind die Herausforderungen, denen die kommunalen Behörden im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik gegenüberstehen? Welches sind die politischen und administrativen Anordnungen, welche von ihnen eingerichtet wurden? Was ist die Meinung der Empfänger bezüglich der von ihren Gemeinden angebotenen Dienste und der Art und Weise, wie ihre Standpunkte berücksichtigt wurde? Welche Praxen haben gute Ergebnisse erbracht? Durch einen Prozeß von Forschung und Handlungsorientierung welcher sich über vier Jahre (2012-2015) erstreckt, zielt das Projekt Vivre ma commune, realisiert durch die Unterstützung der Lotterie Romande, in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und Partnern aus Akademie und Politik darauf ab, Antworten auf diese Fragen zu geben.

Die Gemeinde ist eine besonders repräsentative Einrichtung des institutionellen Kontexts der Schweiz. In der Position als Scharnier zwischen der Familie und den übergeordneten behördlichen Instanzen, wie die  Kantone und die Konföderation, spielt sie im Leben der Kinder, der Jugendlichen und ihrer Familien eine Schlüsselrolle. Den Blick auf die kommunalen Realitäten werfend hat Vivre ma commune  die Ambition, die Erfahrungen des Lebens zu studieren – auch im Sinne des “Zusammenlebens” von Kindern, Jugendlichen, ihrer Familien und der kommunalen administrativen und politischen Verantwortlichkeiten. Das Projekt interessiert sich insbesondere für die vorhandenen Vorstellungen, welche sich die betreffenden Akteure von den Abläufen, den  konkreten Herausforderungen denen sie gegenüberstehen oder den Antworten, welche sie eventuellen Problemen geben oder geben möchten, machen.

Das IUKB interessierst seit mehreren Jahren für die lokalen Realitäten der Schweiz. Zwischen 2012 und 2015 hat das Projekt Vivre ma commune  die Absicht, den  Dialog und die Reflexion im Bereich der lokalen Politik zugunsten der Kinder und Jugendlichen der Westschweiz, unter Einbezug von innovativen und partizipativen Forschungsmethoden, zu erweitern und zu systematisieren.

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