Bericht über die Aktivitäten 2015

12 April 2016 par fso

Die Sarah Oberson Stiftung, ohne Erwerbszweck, ist eine Organisation, die mit dem Ziel gegründet wurde, das Schicksal von Kindern durch Anregung des Dialoges zu den Kinderrechten zu verbessern. Seinen Ursprüngen treu geblieben, engagiert sich die SOS auch in der Kollaboration und Intervention mit Schweizer Führungspositionen, damit landesweit ein leistungsstarkes System zur schnellen und wirksamen Bearbeitung von Kindesverschwinden sowie eine effektive Unterstützung für die Familien eingeführt werden können.

Der vollständige Tätigkeitsbericht 2015

1.    Beitrag zur Verbesserung des Antwortsystems im Fall von vermissten Kindern

Seit seiner Operationalisierung im Januar, wurde der Entführungsalarm in der Schweiz nicht ausgelöst: aus diesem Grund engagiert sich die Stiftung dafür, dass der Alarm ausgelöst werden kann, ohne dass ihn zu strenge Kriterien daran hindern. Das Kriterium der Gefährdung der physischen und psychischen Unversehrtheit des Kindes muss Priorität haben, einschließlich der Entführung durch einen Elternteil und des eigenständigen Entfliehens (siehe Tätigkeitsbericht 2015 zur Aktualität in der Schweiz und in Europa sowie den Hauptaufgaben der Stiftung in diesem Bereich).

Wallis

Die Sarah Oberson Stiftung hatte bereits im September 2012 die Chefs der kantonalen Ämter zu einem Arbeitstreffen zum Austausch über Verbesserungen des Antwortsystems auf kantonalem Niveau eingeladen. Die Ergebnisse dieses Treffens wirken noch nach:

  • 2013 haben die durchgeführten Vorgehen ein neues Bewusstsein in den verschiedenen Serviceämtern hervorgerufen, welches von großem Nutzen für das ganze Personal war.
  • In 2014 hat die öffentliche Informationskampagne zum Verschwinden von Kindern begonnen und
  • wird nicht vor 2016 enden.

Aufklärungskampagne: Ihr Kind ist nicht nach Hause gekommen?

Im November 2014 hat die Sarah Oberson Stiftung eine umfangreiche Informationskampagne in den frankophonen Walliser Schulen gestartet. Der Flyer,, welcher in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Wallis entstanden ist, wurde 45.000 Mal versandt. Ziel: Verhinderung einer Kindesentführung, eine schnelle Auslösung des Entführungsalarms wenn nötig, und vor allen Dingen die Beruhigung der Eltern.

Die Verteilung der Flyer konnte einen anderen Teil der Kampagne einleiten: Die Sensibilisierung für weitere Probleme im Zusammenhang mit dem Verschwinden eines Kindes. Demnach hatte die Sarah Oberson Konferenz 2014 folgendes Thema zum Inhalt: Trennung der Eltern, Verschwinden von Kindern. Ende Januar 2015 wurde eine Pressemitteilung zum Thema „wenn Kinder weglaufen“ veröffentlicht. Diese Mitteilung hat das Interesse der Politik (siehe unten) und der Presse – siehe Pressespiegel – auf sich gezogen. Zum internationalen Tag der vermissten Kinder am 25.05.2015 wurde eine weitere Pressemitteilung veröffentlicht, die sich mit dem Entführungsalarm-System befasst. Des Weiteren wurde auf die Notwendigkeit nationaler Statistiken und wissenschaftlicher Forschungen zum Verschwinden von Kindern hingewiesen – siehe Pressespiegel.

Diese letzte zweisprachige Mitteilung hat die Kampagne im Unterwallis beendet und im Oberwallis eröffnet. Im September 2015 wurden 15.000 Flyler in Oberwalliser Schulen verschickt. Am 21. März 2016 wurde eine letzte Pressemitteilung zum Thema weggelaufener Kinder auf Deutsch veröffentlicht. Mit dieser wurde die Aufklärungskampagne beendet.

Weglaufen – parlamentarische Intervention

Nach Erscheinen der Pressemitteilung zum Weglaufen der Kinder, hat Frau Véronique Coppey, Abgeordnete im walliser Grossrat, Kontakt mit der Stiftung aufgenommen, um zu wissen, wie die Politik bei diesem Problem helfen könnte. Seither gibt es parlamentarisches Vorgehen mit dem Ziel wirksame Maßnahmen anzubieten, die der Situation im Wallis entsprechen.

2.    Anregung zum Dialog zu Verletzungen der Kinderrechte

Sarah Oberson Abend 2015

Der  Sarah Oberson Abend 2015 vom 11. November war ein voller Erfolg: mehr als 140 Personen haben  an der Debatte teilgenommen, die da hieß:  „Als Kind arm sein in der Schweiz“. Geht man von den letzten Zahlen aus, sind Kinder die Altersklasse, die am meisten von Armut betroffen ist. Im Rahmen dieses Abends hat die Sarah Oberson Stiftung über die tägliche Realität dieser Kinder nachgedacht und welche Konsequenzen sich aus diesen unsicheren Lebensverhältnissen für die Zukunft der Kinder ergeben sowie welchen Einfluss diese auf die Angemessenheit der gebrachten Antworten haben. Die gesamte Konferenz wurde aufgezeichnet und die qualitative Aufzeichnung AUDIO kann über die Internetseite der Stiftung aufgerufen werden.

Außerdem wurde im Frühling 2015 der Arbeitsbericht zu den Sarah Oberson Abenden 2011 und 2014 unter dem Titel: „Trennung der Eltern, Verschwinden von Kindern“ veröffentlicht. Nachdem das Thema 2011 unter juristischem Deckmantel behandelt wurde, hat die Sarah Oberson Stiftung das Sujet 2014 erneut aufgegriffen und seine psychosozialen Referenten miteinbezogen.

Internetseite der Stiftung

Über ihre Internetseite, möchte die Sarah Oberson Stiftung einen besonderen Bereich für Texte, Artikel, Dokumentationen und Aktionen zum Thema der Kinderrechte und zu verschwundenen Kindern geben, mit dem Ziel die Öffentlichkeit zu diesen Themen zu sensibilisieren. Es soll ein nationales Schaufenster zu den Fragen rund um die Kinderrechte und zum Kindesverschwinden sein. Immer aktualisiert, profitiert die Seite von mehr als 20.000 Besuchern im Jahr.

Blog

Mit einem Angebot von mehreren Editorials im Monat zu unterschiedlichen Themen der Stiftung, bereichert der Blog den Inhalt der Sarah Oberson Stiftung Internetseite.

Soziale Netzwerke

Die Stiftung verfügt nun über eine Seite auf Facebook; einem LinkedIn Konto mit einer Sarah Oberson Stiftung Seite und Zugang zu verschiedenen Gruppen; einem Twitter Account; und einem Google + Konto, welches am 16.06.2015 eröffnet wurde.

Über diese Kanäle kann sich die Öffentlichkeit über den Inhalt der Internetseite informieren ohne diese zwingend zu besuchen. Wir konstatieren zudem einen Anstieg der Besucherzahlen von 121% ausgehend von diesen sozialen Netzwerken.

FSO, April 2015

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