Nach dem Entführungsalarmsystem – kann man noch etwas Besseres anbieten?

24 Mai 2011

25. Mai 2010, dem Internationalen Tag der vermissten Kinder : Dieser Tag will die Erinnerung an diese Kinder wachhalten und den Eltern ohne Nachricht eine Botschaft der Hoffnung und Solidarität überbringen.

Seit drei Jahren weist die Sarah Oberson Stiftung mittels eines Artikels auf ihrem Blog auf den internationalen Tag vermisster Kinder, den 25. Mai, hin. Dieser Tag will die Erinnerung an diese Kinder wachhalten und den Eltern ohne Nachricht eine Botschaft der Hoffnung und Solidarität überbringen.

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Während den vergangenen drei Jahren wurde das Reaktionsangebot bei einer Vermisstmeldung eines Kindes in der Schweiz mit dem Entführungsalarmsystem versehen, ein System welches sich ohne Unterlass immer weiter perfektioniert. Seit dem 1. Februar dieses Jahres erstreckt sich die Ausdehnung des Verteilungsnetzes der Vermisstmeldungsnachrichten auf die Handys der auf der Verteilerliste eingeschriebenen Personen. (Tragen Sie sich ein!)

Die Europäische Union (EU) bemüht sich ebenfalls um die Operationalisierung eines immer leistungsfähigeren Reaktionssystems.
Dies bedeutet, dass unter anderem die Idee eines Entführungsalarmsystems auf europäischem Niveau, für welches die Familie McCann viel Mühe aufgewendet hat, sich auf dem Weg der Realisation befindet.
In Zukunft werden 6 europäische Länder über ein Entführungsalarmsystem verfügen. Des Weiteren hat sich Frankreich im Rahmen des europäischen LADS.eu-Projekts (Lutte Anti-Disparitions dans l’Union européenne) mit Großbritannien, Belgien und den Niederlanden zusammengeschlossen.
Dieses Programm, welches durch die Europäische Kommission mitfinanziert wird, hat die Verstärkung der Kompatibilität und der Koordination des Entführungsalarmsystems zwischen Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien zum Ziel.

Andererseits, dank verfügten Normen und der Unterstützung der EU, verfügen fünfzehn europäische Länder, darunter Frankreich und Italien (in Großbritannien ist dieses Angebot nur teilweise verfügbar), über die einzigartige Rufnummer 116 000. Es handelt sich um eine Nummer, welche dazu dient, die Familien verschwundener, entlaufener oder weggenommener Kinder anzuhören und zu begleiten. Diese gemeinsame und kostenlose Nummer, während 7 Tagen und 24 Stunden zugänglich, will eine besser Koordination der Forschung seitens der zuständigen Behörden und Experten auf europäischem Niveau gewährleisten.
Die Nummer 116 000 erlaubt aber auch den Familien von vermissten Kindern Zugang zu Informationen, angehört zu werden und eine professionelle, zugängliche und verfügbare Unterstützung zu erhalten. Diese gemeinsame Nummer wird von Experten mehrsprachig geführt.

In Anbetracht der großen Mobilität seitens der Schweizer- und Europabürger könnte die Schweiz ihres System optimieren und sich in das europäische Netzwerk einschreiben, um damit das Entführungsalarmsystem zu ergänzen und die notwendigen Schritte der Familien und der zuständigen Behörden zu erleichtern.

Sarah Oberson Stiftung, 24.05.2011

- Entführungsalarm-System Internationale Situation, Sarah Oberson Stiftung
- Europa : Missing Children Europe calls for Enhancement of the Professional Standard of 116 000 Hotlines for Missing Children, 20.05.11
A practical guide for 116 000 hotlines, 05.2011
- Frankreich : 9ème Journée internationale des enfants disparus, 19.05.2011
- ‘Als ob der Weggang von Lucie nicht vergebens war‘, Fondation Sarah Oberson, 25.05.2010
- ‘Une fleur, message d’espoir et de solidarité‘, Fondation Sarah Oberson, 25.05.2009