Das Phänomen der vermissten Kinder in der Schweiz kennen

In der Schweiz gibt es keine Bundesstatistik über das Verschwinden von Kindern. Einige Kantone erfassen vermisste Personen allgemein, andere unterscheiden das Verschwinden von Erwachsenen und Kindern, noch andere, unterteilen beunruhigendes Verschwinden, Weglaufen und Flucht.

Verschwinden ist keine Straftat. Das stellt ein Hindernis dar, dass solche Fälle in der Statistik der Bundespolizei erscheinen. Es sind aber alle Kantonspolizeien jede Woche, wenn nicht täglich, mit einem vermissten Kind konfrontiert. Glücklicherweise handelt es sich meistens um harmlose Vorfälle, es ist jedoch ein bedeutendes Aufgebot an Personen und Ressourcen notwendig, das allein besonderes Interesse rechtfertigt. Dank diesen Statistiken könnte das Problem besser verstanden werden und mögliche Lösungen gefunden oder zumindest die zur Verfügung stehenden Mittel besser genutzt werden.

Der Föderalismus erschwert das Erlangen von Statistiken auf Bundesebene. Das Bundesamt für Statistik hat nicht die Kompetenz, zu diesem Thema Statistiken zu verlangen. Ausserdem sammelt jeder Kanton die Daten anders. Diese können somit nicht verglichen werden. Wenn die kantonalen Polizeikommandanten auf interkantonaler Ebene gemeinsame Kriterien verhandeln könnten, würden die Problematik, die Gründe und mögliche Lösungen besser erkannt.

Die Sarah Oberson Stiftung ist sich des Problems bewusst und hält die Behörden dazu an, in diesem Sinn zu handeln.

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