Sarah Oberson Konferenz 2002

DIE SARAH OBERSON STIFTUNG
organisiert

eine Konferenz zum Thema:

MIGRANTENKINDER: DIE SCHWIERIGE FRAGE IHRER INTEGRATION

Mittwoch, den 6. November 2002

im Internationalen Institut der Rechte des Kindes (IDE)
c/o IUKB in Bramois

Unterstützt von:
Billieux SA

 

Einleitung

Zu den Problemen, welche unsere Behörden zu Beginn des 21. Jahrhunderts am stärksten beschäftigen, gehören die Migration und die langen Flüchtlingszüge von Familien und Kindern. Diese Probleme bereiten sowohl den Betroffenen (den Migranten) als auch den aufnehmenden Ländern sehr große Schwierigkeiten. Die wirtschaftlichen Bedingungen in zahlreichen Ländern, die lokalen, regionalen oder nationalen Konflikte, die Globalisierung und die damit verbundenen Illusionen und Zwänge, wenig demokratische Regime: es gibt so viele Gründe, die Migration tatsächlich und real verursachen. Und unser Land ist von diesem Phänomen sehr stark betroffen.

Vor dieser Wirklichkeit kann man sich empören, man kann sich verschließen, oder versuchen, sich abzuschotten. Man kann sich auch offen, empfänglich, gastfreundlich zeigen. Beide Haltungen bestehen nebeneinander her und sind oft Teil eines emotional geführten Konflikts. Eine sterile Diskussion: der Ausländer ist eine Tatsache, auf die wir kaum Einfluss haben. Das ausländische Kind ist der Mitschüler unseres Kindes, der Freund unseres Sohnes, der Mitspieler in unserem Club, das Mitglied in unserem Verein...

Die entscheidende Frage lautet also nicht, wie man mit dem Einwanderungsfluss umgeht, sondern man muss eine Integrationspolitik für die Neuankömmlinge umsetzen, insbesondere für die Kinder, verletzliche Wesen, die unter der Logik einer doppelten Zugehörigkeit leiden: die Zugehörigkeit zur Familie mit ihrem System aus Werten, Bezügen, Regeln, Andenken... und der Zugehörigkeit zum Gastland, mit einem neuen System und Gesetzen, die man lernen muss, andere Sitten, einem anderen, entgegengesetzten Funktionsmodell - ein ganzes Lernprogramm.

Unserer Ansicht nach ist eine sehr große Herausforderung für unsere Behörden, unsere Institute, vor allem die Schule und den Bildungsbereich, für uns Mitbürger, auf die Anforderungen zu reagieren, welche die Präsenz ausländischer Kinder an uns stellt: man muss gleichzeitig die Wurzeln respektieren und sie in ein relativ starres System integrieren, das manchmal im Gegensatz zum System des Herkunftslandes steht.

Das sind einige der Fragen, welche die Konferenz zu beantworten versuchen wird: das Sammeln von Ideen, um denen zu helfen, die täglich mit diesen Kindern arbeiten.

Zielgruppe

Diese Veranstaltung wendet sich an alle Betreuer von Kindern (Lehrkräfte, Sozialarbeiter, Animateure, Psychologen, Ärzte, Krankenpfleger, Priester, Mitarbeiter der OHG- Zentren usw. ...), an Elternorganisationen und an Polizei- oder Justizmitarbeiter. In diesem Bereich tätige Wissenschaftler und Studenten sind willkommen.

Programm

Konferenzvorsitz: Herr Christian NANCHEN, Leiter des Kinderschutzamtes

Eröffnung der Konferenz durch Herrn Claude ROCH, Staatsrat, Leiter des Departements für Erziehung, Kultur und Sport

Die Realität der Migrantenkinder in der Schweiz
Frau Françoise JACQUEMETTAZ, Schweizerisches Immigrantenzentrum

Die Rechte der Ausländerkinder
Frau Paola RIVA GAPANY, Internationales Institut der Rechte des Kindes (IDE)

Die Integration ausländischer Schüler in Walliser Schulen
Herr Michel DELITROZ, Geschäftsführer des kantonalen Sonderschulamts

Die Stadt und die Migration
Frau Marie-Thérèse BREMBILLA, Espace Interculturel, Siders

Allgemeine Diskussion

Integrationsmaßnahmen im Wallis
Frau Françoise GIANADDA, Leiterin des Einwohner- und Migrationsamts

Außerschulische Maßnahmen für junge Erwachsene
Herr Emile BLANC, Sozialamt

Hip-Hop-Tanzgruppe: „Die Jugendsprache"

Integration, Rückführung, Ausschluss, Assimilierung?
Runder Tisch, geleitet von Herrn François DAYER mit Frau Anne-Françoise COMTE FONTANA, Jugendrichterin in Genf und den Referenten

Zusammenfassung der Konferenz
Herr Christian NANCHEN, Leiter des Kinderschutzamtes

Schluss

Veröffentlichung

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