Sarah Oberson Konferenz 2003

DIE SARAH OBERSON STIFTUNG
organisiert


eine Konferenz zum Thema:


Recht auf ein Kind oder Rechte des Kindes? Die Problematik der Adoption


Mittwoch, den 5. November 2003


im Internationalen Institut der Rechte des Kindes (IDE)
c/o IUKB in Bramois

Unterstützt von:
Zschokke, Baufirma

Einleitung

Die Adoption ist eine ideale Maßnahme für bestimmte Personen, weil sie es ermöglicht, einem oder mehreren Kindern eine Familie zu geben, die aus sehr verschiedenen Gründen keine Familie haben. Für andere Personen ist es sehr schwierig, eine Adoption erfolgreich durchzuführen, weil sie künstliche Beziehungen schafft und eine Zahl möglicher Misserfolge mit sich bringt.

Außerdem haben Adoptionen alle möglichen Arten von Verbrechen hervorgebracht: vor allem den Verkauf oder sogar die Führung von Kindern durch organisierte Banden, welche die Kinder anschließend an Familien verkaufen, die sehnsüchtig darauf warten und bereit sind, für ein Kind enorme Summen zu zahlen. Ein neues internationales Übereinkommen (das Übereinkommen von Den Haag), das soeben von der Schweiz ratifiziert wurde, versucht, das Problem der transnationalen Adoptionen zu regulieren und dieses Phänomen zu unterbinden.

In unserer Heimat haben zahlreiche Familien viele Kinder adoptiert, die oft ausländischer Herkunft sind. Er stellt sich also neben dem Problem der Adoption das Problem der Integration, die beide weder einfach so lösen sind noch immer Erfolgsgeschichten sind. Die wilde Jugend zahlreicher adoptierter Jugendlicher belegt dies.

Vor dem Hintergrund dieser Realität ist es angemessen, ruhig und wohlwollend zu untersuchen, was dieses Wort Adoption bedeutet: sowohl in rechtlicher als auch in psychologischer Hinsicht, für die Arbeit der Sozialarbeiter und der Ordnungsbehörden sowie für das tatsächliche Leben...

Das sind die Fragen, welche die Konferenz zu beantworten versuchen wird: das Sammeln von Ideen, um denen zu helfen, die täglich im Bereich Adoption arbeiten sowie denen zu helfen, die adoptiert haben oder adoptiert worden sind.

Zielgruppe

Diese Veranstaltung wendet sich an alle Betreuer von Kindern (Lehrkräfte, Sozialarbeiter, Animateure, Psychologen, Ärzte, Krankenpfleger, Priester, Mitarbeiter der OHG- Zentren usw. ...), an Elternorganisationen und an Polizei- oder Justizmitarbeiter. In diesem Bereich tätige Wissenschaftler und Studenten sind willkommen.

Programm

Konferenzvorsitz: Frau Françoise GIANADDA, Leiterin des kantonalen Einwohner- und Migrationsamts, Stiftungsratmitglied der Sarah-Oberson-Stiftung

Konferenzeröffnung durch Bernard COMBY, Geschäftsführer der Sarah Oberson Stiftung

Die Entwicklung des schweizerischen Adoptionsrechtes (altes und neues Gesetz)
Frau Françoise GIANADDA, Leiterin des kantonalen Einwohner- und Migrationsamts, Sion

Die Entwicklung der Familie, der Elternbeziehung und der sozialen Situation
Frau Christiane PERRION, Sozialarbeiterin, Kinderschutzamt, Sion

Übereinkommen zum Schutz der Kinder und zur Kooperation bei internationalen Adoptionen (Übereinkommen von Den Haag)
Herr Rolf WIDMER, Leiter des Schweizerischen Verbands des Internationalen Sozialdienstes, Genf

Die psychologischen Aspekte der Adoption
Frau Laurence ZUMBRUNNEN, Jugendschutzdienst, Lausanne

Berichte und Aussagen:

- Kurzfilm:
Die Ankunft , von Herrn Fernand Melgard

- Standpunkte:

  • Adoptiveltern
  • Adoptivkinder
  • Sozialarbeiter...

Runder Tisch mit den Beteiligten
Diskussionsleiter Herr François DAYER, Chefredakteur des Le Nouvelliste

Zusammenfassung der Konferenz
Frau Françoise GIANADDA, Leiterin des kantonalen Einwohner- und Migrationsamts

Schluss

Veröffentlichung

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