Sarah Oberson Konferenz 2004

DIE SARAH OBERSON STIFTUNG
In Zusammenarbeit dem Universitätsinstitut „Alter und Generationen" (INAG)
organisiert

eine Konferenz zum Thema:

Die Familie in allen ihren Spielarten. Entwicklung, Revolutionierung, Wegfall?

Mittwoch, den 3. November 2004

im Internationalen Institut der Rechte des Kindes (IDE)
c/o IUKB in Bramois

Unterstützt von:
Zschokke, Baufirma

Einleitung

Im Jahr 1994 beschlossen die Vereinten Nationen, das Internationale Jahr der Familie zu feiern. Sie wollten damit diese „Keimzelle" stärken und die Verabschiedung von Familiengesetzen unterstützen, um die Institution Familie zu fördern und somit Kinder stärker zu schützen. 10 Jahre später stellen wir uns im Norden wie im Süden zahlreiche Fragen zur exakten Rolle der Familie. Was erwarten wir wirklich von ihr?

Es stimmt natürlich, dass in einem Land der Schweiz der Begriff der Familie im traditionellen Sinne nicht nur eine tief greifende Änderung durchlaufen hat, sondern dass es derzeit zu einer völligen Auflösung aller ihrer Parameter kommt. Das einmalige und lebenslang dauernde Modell einer Familie mit zwei Elternteilen und einige Kinder (eins, manchmal zwei, manchmal drei) konnte mit der Entwicklung des „modernen" Lebens nicht Schritt halten und hat sich schnell und manchmal spektakulär aufgelöst: Unstimmigkeiten, Trennungen, Umbrüche in den elterlichen Beziehungen, Neubesetzung und Neuverteilung elterlicher Rollen, Vielzahl pädagogischer Modelle, Aufgabe elterlicher Funktionen... Das mehr als eine Evolution: es ist ein wahre Revolution!

Wie kann nun dieses neue Phänomen verstanden werden, wie bewegt man sich in dieser Welt von Trennungen und neuen Beziehungen, wie bindet man das Kind an Personen, zu denen es keine elterliche Beziehung hat, aber mit dem es enge, zumindest erzieherische und oft emotionale Beziehungen unterhält? Wie kann man mit diesen neuen Familienformen arbeiten und wie kann man mit diesem neuen Gefühl der Unsicherheit zeitlich befristeter und nicht mehr ewig währender Beziehungen leben? Wie kann man mit den emotionalen, soziologischen, rechtlichen, psychologischen und pädagogischen Auswirkungen dieses Umstandes umgehen?

Versuchen wir vor dem Hintergrund dieser Realität diese Änderungen zunächst einmal herauszustellen und danach zu untersuchen, ob die Institution Familie als Partner des Staates überhaupt noch „präsent" ist oder ob sie dermaßen geschwächt ist, dass man etwas Neues erfinden muss. Schauen wir uns nun Konsequenzen dieses Wandels für die Arbeit des

Kinderschutzes an. Die Zusammenarbeit mit Rabin ist eine Grundvoraussetzung: Ist sie Mitarbeiter der verschiedenen öffentlichen oder privaten Dienste noch möglich und praktikabel? Oder sind wir in eine Konfrontationsphase eingetreten?

Das sind einige der Fragen, welche die Konferenz zu beantworten versuchen wird: das Sammeln von Ideen, um denen zu helfen, die täglich im Bereich der Familie im weitesten Sinne arbeiten.

Zielgruppe

Diese Veranstaltung wendet sich an alle Betreuer von Kindern (Lehrkräfte, Sozialarbeiter, Animateure, Psychologen, Ärzte, Krankenpfleger, Priester, Mitarbeiter der OHG- Zentren usw. ...), an Elternorganisationen und an Polizei- oder Justizmitarbeiter. In diesem Bereich tätige Wissenschaftler und Studenten sind willkommen.

Programm

Konferenzvorsitz: Herr Jean-Pierre FRAGNIERE, Soziologe, Universitätsinstitut „Alter und Generationen"

Konferenzeröffnung durch Bernard COMBY, Geschäftsführer der Sarah-Oberson-Stiftung

Zuviel an Familie tötet die Familie
Herr Jean-Pierre FRAGNIERE, Universitätsinstitut „Alter und Generationen"

Die gerichtliche Praxis. Alles für die Mutter oder Teilung der Verantwortung?
Herr Yves TABIN, Vorsitzender des Gerichts in Sion

Berichte und Aussagen:

„Es ist niemals zu spät, seinen Eltern zu verzeihen"
Frau Maryse VAILLANT, Paris, Psychologin und Schriftstellerin

Arbeit mit oder gegen die Familien?
Herr Claude ROSSIER, Kinderschutzamt des Kantons Wallis, Sozialarbeiter und Mediator

Verbindungen zwischen den Generationen fördern
Frau Valérie HUGENTOBLER, Universitätsinstitut „Alter und Generationen"

Runder Tisch mit den Beteiligten
Diskussionsleiter Herr François DAYER, früherer Chefredakteur des Le Nouvelliste

Zusammenfassung der Konferenz
Herr Jean-Pierre FRAGNIERE, Universitätsinstitut „Alter und Generationen"

Schluss

Veröffentlichung

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