Sarah Oberson Konferenz 2005

DIE SARAH OBERSON STIFTUNG
DAS INTERNATIONALE INSTITUT DER RECHTE DES KINDES (IDE)
In Zusammenarbeit mit der Vereinigung ParsPas und dem Jugenddienst des Kantons Wallis
organisieren

eine Konferenz zum Thema:
Ju

Jugend und Selbstmord im Wallis

Mittwoch, den 9. November 2005

im Internationalen Institut der Rechte des Kindes (IDE)
c/o IUKB in Bramois

Einleitung

Der Selbstmord eines Bekannten oder Angehörigen öffnet Wunden, die nur langsam verheilen und wirft die zentrale Frage auf: WARUM? Hinzu kommen weitere stechende Fragen: hätte ich es nicht kommen sehen müssen? was hätte ich tun können? wie kann man so etwas verhindern? Bei jugendlichen Selbstmördern fällt es noch schwerer, sie zu verstehen.

„Suizid ist in der Schweiz die häufigste Todesursache bei jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren. Außerdem habe mehr als 10 % der jungen Menschen dieses Alters mindestens einen Selbstmordversuch in ihrem Leben unternommen." Diese Feststellung (HUG-Studie 2004, Genf) ist schwerwiegend und macht eine Reaktion der Behörden hinsichtlich Prävention, Schutz und Nachsorge notwendig.

Ist diese Feststellung objektiv? Entspricht sie der Wirklichkeit im Wallis? Bis dahin wurde noch keine Studie zum Suizid junger Menschen in unserem Kanton durchgeführt. Es erschien also nützlich, eine Studie zu diesem Thema durchzuführen, um: das genaue Ausmaß des Phänomens zu kennen, die Gründe zu erfahren, Lehren daraus ziehen, vor allem zu den Versuchen, um Wiederholungsfälle zu vermeiden, Perspektiven einer allgemeinen (für die jungen Menschen im Kanton) und speziellen (für die Risikogruppe) Prävention aufzuzeigen, einen Katalog öffentlicher und privater Dienste auf diesem Gebiet aufzustellen, die Beteiligten im Gesundheitsbereich, in der Schule und im Kinderschutz aufzufordern, diese Problematik aufmerksam zu verfolgen und diesen Beteiligten nützliche Hinweise zu geben.

Diese Studie muss sich in kantonale und nationale Untersuchungen einfügen (zum Beispiel Vereinigung IPSILON). Sie könnte auch als Modell für weitere Studien in anderen Kantonen dienen. Zum 20. Jahrestag des tragischen Verschwindens von Sarah Oberson hat der Stiftungsrat beschlossen, diese Studie zum Selbstmord junger Menschen im Wallis durchzuführen. Dahinter steckt die Idee, auf konkrete Weise den Familien zu nutzen und möglichst solche tragischen Ereignisse wie der gewaltsame Tod eines Kindes oder eines Jugendlichen zu vermeiden.

Diese Studie wurde von vier Partnerinstituten durchgeführt, die alle im Bereich Jugend oder Suizid auf kantonaler Ebene aktiv sind, nämlich:


• Sarah Oberson Stiftung,
• Internationales Institut der Rechte des Kindes (IDE),
• Vereinigung ParsPas, Walliser Verein zur Suizidprävention,
• Jugenddienst des Kantons.
• Auf der Sarah Oberson Konferenz 2005 werden die ersten Ergebnisse dieser Untersuchung präsentiert und es werden grundlegende Tendenzen aufgezeigt. Außerdem wird das Problem Suizid in seinem globalen Zusammenhang dargestellt.

Zielgruppe

Diese Konferenz wendet sich an alle Interessierten und Fachkräfte (Sozialarbeiter, Animateure, Psychologen, Ärzte, Krankenpfleger, Priester, Mitarbeiter der OHG- Zentren, Lehrkräfte, Polizeibeamten usw. ...), an Elternorganisationen und an Mitarbeiter von Einsatzteams. Wissenschaftler und Studierende sind willkommen.

Allgemeine Informationen
Datum: Mittwoch, den 9. November 2005
Ort: Internationales Institut der Rechte des Kindes (IDE), IUKB, Sion / Bramois (klicken Sie hier für den Anfahrtsweg zum IUKB)
Sprache: Französisch
Preis: CHF 50.- (einschließlich Mittagessen) bis zum 27.10.2004, CHF 65.- (einschließlich Mittagessen) nach diesem Datum
Informationen: IDE, 027/ 205 73 03 (Frau Tiffany Morard)

Zusätzliche Informationen
Studie zu Jugend und Selbstmord im Wallis, verwendete Fragebögen
Einige während der Studie erhaltene Aussagen
Download der Konferenzdokumente

Programm

Konferenzvorsitz: Herr Jean-François DORSAZ, auf Psychotherapie spezialisierter FSP-Psychologe, Leiter des CDTEA in Siders

9.00 Uhr - Eröffnung der Konferenz
PD Dr. Bernard COMBY, Geschäftsführer der Sarah Oberson Stiftung

9.15 Uhr - Eröffnungsansprache
Herr Jean-René ROCH, Vorsitzender des Walliser Vereins zur Suizidprävention ParsPas

9.30 Uhr - Noch eine Studie?
Herr Jean ZERMATTEN, Leiter des Internationalen Instituts der Rechte des Kindes (IDE)

09.45 Uhr - Allgemeiner Ausblick
Herr Denys ROULIN, Koordinator des Walliser Vereins zur Suizidprävention, ParsPas

10.00 Uhr - Organisation und Methoden
Frau Romaine FAVRE DE PALMA, Projektleiterin

10.15 Uhr - Pause

10.45 Uhr - Erste Umfrageergebnisse und einige gedankliche Perspektive
Frau Sylvette DELALOYE, Psychologin an der Universität Genf

11.30 Uhr - Jugend und Selbstmord: die Rolle der Psychiatrie
Dr. Calogero MORREALE, Psychiater und Psychotherapeut, UPEA, Siders

12.15 Uhr - „Hervé"
Frau Marie-Emilie LOUISE, Erzählerin

12.30 Uhr - Pause und Büffet

13.45 Uhr - Präventionsmöglichkeiten
Dr. Gustavo BASTERRECHEA, Psychiater, Geschäftsführer der Klinik „La Métairie", Nyon

14.15 Uhr - Nachsorgemöglichkeiten
Frau Sabrina ALBERTI, Psychologin im Notdienst, HES-Professorin, Psychologische Beratung, Sion

14.45 Uhr - Junge Menschen und Selbstmord: unsere Erfahrung in Zentrum zur Suizidforschung und -prävention
Frau Carol NAVARRO, Klinikpsychologin, Zentrum zur Suizidforschung und -prävention, Genf

15.15 Uhr - Runder Tisch
Unter Teilnahme der Öffentlichkeit, der Referenten und Herrn Walter SCHNYDER, Leiter des kantonalen Jugenddienstes im Wallis
Diskussionsleiter Herr François DAYER, früherer Chefredakteur des Le Nouvelliste

16.00 Uhr - Zusammenfassung der Konferenz
Herr Jean-François DORSAZ, auf Psychotherapie spezialisierter FSP-Psychologe, Leiter des CDTEA in Siders

16.30 Uhr - Schluss

Veröffentlichung

newsletter

inscription
désinscription