Sarah Oberson Konferenz 2006

SARAH OBERSON KONFERENZ 2006

zum Thema:
Zerrissene Paare, Kinder in Gefahr.
Internationale Kindesentführungen

Organisiert in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Verband des Internationalen Sozialdienstes (SSI)

Mittwoch, den 15. November 2006

im Internationalen Institut der Rechte des Kindes (IDE)
c/o IUKB in Bramois

Einleitung

Im Jahr 2005 hat das Bundesamt für Justiz insgesamt 170 Fälle behandelt, in denen Kinder von einem Elternteil entführt wurden.

Der Rahmen dieser Fälle wird vom Haager Übereinkommen zu den zivilrechtlichen Aspekten internationaler Kindesentführungen (1980) bestimmt. Darin werden Maßnahmen empfohlen, die in erster Linie auf eine Rückkehr des Kindes und die Anwendung des Sorgerechtes abzielen.

Wie kann das psychische Leiden des Kindes und die Angriffe auf seine Persönlichkeit in diesen emotional belastenden Situationen beschränkt werden? Mit welchen Kriterien kann das höhere Interesse des Kindes durchgesetzt werden, einen der Grundprinzipien in der Konvention der Kinderrechte der Vereinten Nationen? Seit mehreren Jahren gibt es Bemühungen in diese Richtung. Diese Bemühungen umfassen das Parlament, die Departemente, die Kinderschutzdienste und die NGOs.

Abgesehen von der illegalen Wegnahme oder Rückkehr versucht man ein globales Verständnis der Kindesentführung zu entwickeln: Prävention, Schutzmaßnahmen, Mediation, psychosoziale Betreuung nach der Rückkehr. Derzeit entsteht eine neue Disziplin, die internationale Familienmediation. Sie ermöglicht jederzeit einen Eingriff in die Abläufe.
Im Jahr 2004 wurde eine Expertenkommission vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) beauftragt, die Abläufe festzulegen, um die Interessen des Kindes im Falle einer internationalen Führung bestmöglich zu wahren. Aus dem Bericht dieser Experten wurde ein Gesetzesentwurf erarbeitet, der derzeit beraten wird. Unser Land steht also vor einem wichtigen Umbruch in Bezug auf entführte Kinder und traumatisierende familiäre Situationen.

Die Konferenz versucht, die Situation ein wenig zu erhellen und Perspektiven für die Zukunft aufzuweisen.

Der Teil „Berichte und Aussagen" wird die Erwartungen und Probleme (rechtlicher, emotionaler, praktischer Art...) aufzeigen, mit denen Familien entführter Kinder konfrontiert werden.

Zielgruppe

Diese Konferenz wendet sich an alle Interessierten und Fachkräfte (Sozialarbeiter, Juristen, Psychologen, Lehrkräfte, Polizeibeamten usw. ...), an Elternorganisationen und an Mitarbeiter offizieller Dienste. Wissenschaftler und Studierende sind willkommen.

Praktische Informationen
Datum: Mittwoch, den 15. November 2006
Ort: Internationales Institut der Rechte des Kindes (IDE), IUKB, Sion / Bramois (klicken Sie hier für den Anfahrtsweg zum IUKB)
Sprache: Französisch
Preis: CHF 50.- (einschließlich Mittagessen) bis zum 27.10.2006, CHF 65.- (einschließlich Mittagessen) nach diesem Datum
Informationen: IDE, 027 205 73 03 (Frau Alexandra Prince)

Programm

Konferenzvorsitz: Frau Geneviève LEVINE, Webmasterin von www.childsrights.org, Internationales Institut der Rechte des Kindes (IDE)

9.15 Uhr - Eröffnungsansprache
Dr. Bernard Comby, Geschäftsführer der Sarah Oberson Stiftung
Herr Rolf Widmer, Leiter des Schweizerischen Verbands des Internationalen Sozialdienstes (SSI)

09.30 Uhr - Das Problem (Rahmen)
Herr Stéphane Auerbach, Leiter der sozialjuristischen Abteilung, SSI Genf

10.15 Uhr - Die Rolle des Bundes, vor allem des Bundesamtes für Justiz
Frau Nicolette Rusca-Clerc, Abteilung für internationalen Kinderschutz, Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement, Bern

11.00 Uhr - Pause

11.30 Uhr - Internationale Mediation
Frau Kristine Reynaud, Mediatorin, SSI Genf

12.30 Uhr - Mittagessen

13.45 Uhr - Die Rolle der Schutzdienste am praktischen Beispiel Wallis
Herr Christian Nanchen, Kantonsamt für den Kinderschutz, Wallis

14.30 Uhr - Berichte und Aussagen

15.30 Uhr - Pause

15.45 Uhr - Offene Diskussion mit Versuch einer Zusammenfassung
Herr Rolf Widmer, assistiert von François Dayer, Journalist

16.30 Uhr - Konferenzende

Veröffentlichung

 

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