Sarah Oberson Konferenz 2007

DIE SARAH OBERSON  STIFTUNG
DAS INTERNATIONALE INSTITUT DER RECHTE DES KINDES (IDE)
organisieren

eine Konferenz zum Thema:

Gewalt gegenüber Kindern

Mittwoch, den 14. November 2007

im Internationalen Institut der Rechte des Kindes (IDE)
c/o IUKB in Bramois

Einleitung

Es kann keine Form der Gewalt gegenüber Kindern gerechtfertigt werden. So lautet die Schlussfolgerung der global durchgeführten Studie zur Gewalt gegenüber Kindern, die zwischen 2003 und 2006 von Professor Paulo Sérgio Pinheiro, dem unabhängigen Gutachter des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, durchgeführt wurde. Unglücklicherweise ist Gewalt gegen Kinder ein generelles Problem: Sie herrscht in allen Ländern, in einem sozialen Klassen, unabhängig von Rasse oder Religion. Sie kann mehrere Formen annehmen, vom Klaps der Eltern bis zur Pädophilie im Internet. Sie wird fälschlicherweise durch Sitten, Ehre, Armut oder Unwissen gerechtfertigt... Sie lässt sich kulturell, sozial und wirtschaftlich begründen. Aber sie darf NIEMALS akzeptiert werden.

Und vor allem kann sie vermieden werden! Weil die Pflicht besteht, sie zu verhindern: Pflicht der Unterzeichnerstaaten des Internationalen Abkommens der Kinderrechte. Sie kann Teilnahme der Kinder, durch aufmerksames Zuhören und aktive Einbindung der Kinder in die Maßnahmenprogramme nicht nur vermieden, sondern auch verurteilt werden. Durch eine Analyse ihrer psychischen und physischen Auswirkungen auf die Kinder, um dem Unwissen entgegenzuwirken und vor allem durch Umsetzung von Strategien, bei denen die betroffenen Akteure einbezogen werden, das heißt die Familie, die Schule, der Arbeitsplatz, die Institute, die Justiz und die Gemeinschaft im weiteren Sinne. Besondere Beachtung muss den Kindern geschenkt wird, die sich in schwierigen Situationen befinden oder besonders verletzlich sind, wie zum Beispiel die Mädchen.

Auch die Schweiz bildet hier keine Ausnahme, ganz im Gegenteil. Durch die Übernahme neuer Gesetze und die Änderung bereits bestehender Vorschriften wird der gesetzliche Schutz bzw. Strafkatalog ausgeweitet. Das Bundesgericht hat geurteilt, dass ein mehrfaches Ohrfeigen seines Kindes aus „erzieherischen" Gründen in keinster Weise durch ein Recht auf Besserung gerechtfertigt ist und dass es sich um eine erniedrigende Behandlung handelt. Trotzdem nimmt die Gewalt zu. Gewalt gegenüber Kindern, verübt von Erwachsenen oder von Kindern selbst. In den Spalten der Sensationspresse werden immer wieder zahlreiche tragische Ereignisse berichtet.

Was tun? So lautet die Frage, welche die globale Studie zur Gewalt gegenüber Kindern den Regierungsverantwortlichen stellt. Sie werden gebeten, ein detailliertes Formular auszufüllen, welches darauf abzielt, Strategien zu übernehmen, um alle Formen der Gewalt gegenüber Kindern zu verhindern und zu bekämpfen. Das ist auch die Frage, auf welche die Teilnehmer der neunten Konferenz der Sarah-Oberson-Stiftung eine Antwort zu geben versuchen werden.

Zielgruppe

Diese Konferenz wendet sich an alle Interessierten und Fachkräfte (Sozialarbeiter, Juristen, Psychologen, Lehrkräfte, Polizeibeamten usw. ...), an Elternorganisationen und an Mitarbeiter offizieller Dienste. Wissenschaftler und Studierende sind willkommen.

Allgemeine Informationen
Datum: Mittwoch, den 14. November 2007
Ort: Internationales Institut der Rechte des Kindes (IDE), IUKB, Sion / Bramois (klicken Sie hier für den Anfahrtsweg zum IUKB)
Sprache: Französisch
Preis: CHF 50.- (einschließlich Mittagessen) bis zum 26.10.2004, CHF 65.- (einschließlich Mittagessen) nach diesem Datum
Informationen: IDE, 027/205 73 03 (Frau Alexandra Prince)

Programm

Konferenzvorsitz: Frau Geneviève LEVINE, Internationales Institut der Rechte des Kindes (IDE)

9.15 Uhr - Eröffnungsansprache
Dr. Bernard Comby, Geschäftsführer der Sarah Oberson Stiftung,

9.30 Uhr - Gesamtstudie zur Gewalt gegenüber Kindern
Herr Marcelo Daher, Assistent des unabhängigen Gutachters der Vereinten Nationen und Generalsekretär der Studie zur Gewalt gegenüber Kindern

10.15 Uhr - Gesamtstudie zur Gewalt gegenüber Kindern: der Blick auf die Schweiz
Frau Paola Riva Gapany, Internationales Institut der Rechte des Kindes (IDE)

10.45 Uhr - Pause

11.15 Uhr - Gewalt unter Kindern
Herr Xavier Lavanchy, Jugendrichter, Sion

11.45 Uhr - Kinderpornographie im Internet stoppen
Herr Robert Steiner, Leiter der Sicherheitspolizei im Kanton Wallis

12.30 Uhr - Mittagessen

13.45 Uhr - Das Verbot der körperlichen Züchtigung innerhalb der Familie
Frau Clara Balestra, Master im Bereich Kinderrecht

14.15 Uhr - Nein zur sexuellen Gewalt: „ Mein Körper gehört mir!"
Dr. Andrea Burgener Woeffray, Präsidentin des Schweizerischen Kinderschutzes
Frau Colette Marti, Leiterin der Kampagne „Mein Körper gehört mir!"

14.45 Uhr - Berichte und Aussagen
Natacha, Autorin des Buches „Lorsque l'enfance s'arrête", verlegt von Dis No
Brigitha, Autorin des Buches „Maman dis-moi pourquoi", verlegt von Dis No

15.30 Uhr - Pause

15.45 Uhr - Offene Diskussion mit Versuch einer Zusammenfassung:
Herr François Dayer, Stiftungsratmitglied der Sarah Oberson Stiftung
Journalist und angefragte Beteiligte

16.30 Uhr - Konferenzende

Veröffentlichung

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