Sarah Oberson Konferenzen 1999 und 2000
SARAH OBERSON KONFERENZ 1999
Thema der Konferenz vom 18. November 1999
Der Verlust eines Kindes. Wie kann dem Umfeld geholfen werden.
SARAH OBERSON KONFERENZ 2000
DIE SARAH OBERSON STIFTUNG
organisiert
eine Konferenz zum Thema:
„Gewalttätige Kinder, Opferkinder. Welche Antworten gibt es?"
Mittwoch, den 8. November 2000
im Internationalen Institut der Rechte des Kindes (IDE)
c/o IUKB in Bramois
unter Zusammenarbeit mit:
OHG-Kantonskommission (Opferhilfegesetz)
unterstützt von:
Billieux SA
Einleitung
Die Gewalt steigt schlagartig an. Die Medien profitieren ihrerseits davon. Dies gilt allgemein in unserer Gesellschaft (gab es ein gewalttätigeres Jahrhundert als das 20. Jahrhundert?), vor allem aber und auf spektakuläre Weise bei den Jugendlichen. Schläge, Bedrohungen, Schutzgelderpressung, Tabakdiebstahl. Fiktion oder Wirklichkeit? Leider scheint die Statistik eine tatsächliche Verschlechterung der Situation zu belegen, sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht.
Vor diesem neuen Hintergrund sind die Erwachsenen - Eltern, Lehrer, Erzieher - beunruhigt. Die Fachleute (Polizeibeamte, Richter, Psychologen, Psychiater, Sozialarbeiter...) suchen und testen neue Wege. Und die Politiker? Und die Träger der Sozialisierung (Kirche, Sportvereine, Jugendclubs)? Und die Medien? Alle scheinen von der Spontanität des Phänomens überrascht.
Aber die Aufmerksamkeit ist nicht auf ein einziges gewalttätiges Kind gerichtet. Wir müssen uns auch um das Opferkind kümmern, dessen Schicksal vorrangig ist. Dieses Kind benötigt unsere Aufmerksamkeit und Pflege, damit es seinerseits nicht gewalttätig wird.
In diesem schwierigen Kontext versucht diese Konferenz, das Phänomen und die Gründe der Gewalt bei den jungen Menschen zu beschreiben, bevor es die Perspektiven derjenigen umreißt, die beruflich auf diesem Gebiet aktiv sind. Täter und Opfer sollen gleichermaßen im Mittelpunkt stehen. Eine große Diskussion müsse sich also der schwierigen Frage widmen: Muss man bestrafen? Betreuen? Prävention leisten?
Zielgruppe
Diese Veranstaltung wendet sich an alle Betreuer von Kindern (Lehrkräfte, Sozialarbeiter, Animateure, Psychologen, Ärzte, Krankenpfleger, Priester, Mitarbeiter der OHG- Zentren usw. ...), an Elternorganisationen und an Polizei- oder Justizmitarbeiter. In diesem Bereich tätige Wissenschaftler und Studenten sind willkommen.
Programm
Konferenzvorsitz: Frau Paola Riva
Eröffnung durch Bernard Comby, Geschäftsführer der Sarah Oberson Stiftung.
Warum so viel Gewalt? Die Tatsachen und die Annahmen
Einführung in die Problematik
Herr Alain Clémence, Professor für Sozialpsychologie, Universität Lausanne
Das juristische Eingreifen.
Herr Michel Lachat, Vorsitzender Richter am Jugendgericht Fribourg
Anrufe der Hilflosigkeit: die 147
Frau Chantal Travelletti, Vorsitzende von SOS Jeunesse
Mediation und Interkulturalität: Neue Wege?
Herr Claude Rossier, Mediator.
Streetworking
Herr Igor Schimek, Erzieher, AEMO
Das Opferkind: Auswirkungen auf seine Psyche
Dr. Jean-Claude Métraux, Kinderpsychiater
Gewalttätige Kinder, Opferkinder: konkrete Fälle.
Herr Jean-François Dorsaz, Psychologe und Psychotherapeut, Medizinisch-pädagogischer Dienst im Wallis
Jugendgewalt: behandeln oder bestrafen?
Runder Tisch mit allen Teilnehmern, geleitet von Herrn François DAYER, Chefredakteur des Le Nouvelliste.
Zusammenfassung der Konferenz
Frau Monique Paccolat, Sarah Oberson Stiftung.