Sarah Oberson Konferenz 2011

DIE STIFTUNG SARAH OBERSON,
DAS INTERNATIONALE KINDERRECHTSINSTITUT


organisieren
eine Tagung zum Thema:

Trennung der Eltern, Verschwinden von Kindern: mögliche Ansätze

Mittwoch, den 9. November 2011

im Casino von Saxon, Wallis

 

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Die Stiftung Sarah Oberson organisiert jedes Jahr einen Reflexionstag zu aktuellen Themen in Zusammenhang mit dem Schutz der Kindheit. Diese Jahr präsentiert die Stiftung ein neuer Ablauf mit dem Ziel, diesen Moment der Reflexion für Experten und Eltern besser zugänglich zu machen. Sie präsentiert deshalb 4 Interventionen von Experten à je 15 Minuten und einen Runden Tisch, welcher sich dem Austausch von Ideen öffnen will.

WORKING REPORT

Themen
Programm (Tonaufzeichnung, nur französich)
Publikum
Praktische Informationen
Prospekt
Presse

PHOTOS

 

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Themen

Wie kann verhindert werden, dass die Trennung der Eltern in einem Drama für die Kinder endet?
Jedes Jahr enden ungefähr 50% der Heiraten in einer Scheidung: man schätzt, dass 15‘000 Kinder von der Trennung ihrer Eltern betroffen sind, und dies ohne Einbezug der Trennungen ohne Heiratsschein. Trotz der steigenden sozialen Akzeptanz der letzten Jahrzehnte bringen diese Trennungen viel Leid mit sich, für die betroffenen Elternteile aber auch für die Kinder aus diesen Verbindungen.

Die grosse Mehrheit dieser Situationen regeln sich auf friedliche Art und Weise. Man schätzt, dass nur 10% der Scheidungsfälle mit Streitigkeiten verbunden sind. Es gilt aber zu bedenken, dass unter diesen Trennungen, verbunden mit Streitigkeiten, Extremfälle vorkommen. Im Jahr 2010 sind in der Schweiz 102 neue Fälle von elterlicher Kindesentführung registriert worden - und diese Zahl beinhaltet nur die internationalen Entführungen. Die Medien informieren uns regelmäßig über Fälle von Totschlag von Kindern durch einen Elternteil, oft verbunden mit einem anschließenden Selbstmordversuch. Die Trennung der Eltern wird manchmal von Kindern teuer bezahlt.

Frankreich hat Familiengerichte eingeführt, welche eine Spezialisierung der Zuständigkeiten und eine Einbettung der Familien erlauben. Die Schweiz hat entschieden, dieses Phänomen mit der Einführung von Mechanismen, welche versuchen die negativen Auswirkungen die diese Trennungen, vor allem für die Kinder, mit sich bringen, zu mildern. Das Interesse des Kindes ins Zentrum dieses Phänomens stellend, will die Sarah Oberson Tagung 2011 über einzelne dieser Dispositive reflektieren: die Familienmediation, das gemeinsame Sorgerecht und die Vormundschaft des Kindes. Durch die Einladung von Experten, welche mit diesen Instrumenten arbeiten, versucht die Stiftung diese Praktiken mit der Realität zu konfrontieren.

Die Familienmediation gehört zu den gerichtlichen wie auch außergerichtlichen Schritten einer Trennung. Kann die Mediation aber, als treibende Kraft der Trennung auf Verhandlungsbasis, im Falle einer Trennung einer Familie, welche nicht auf einem egalitären und demokratischen Verständnis basiert, ein Resultat erreichen, welches ein besserer Schutz der Minderjährigen garantiert?
Das gemeinsame Sorgerecht, in den Nachbarländern als auch in der Schweiz immer öfters praktiziert, wird in der Schweiz seit zwei Jahren debattiert. Ist es aber ein angemessenes Instrument um das Kind in der täglichen Praxis und in einer Situation, in welcher sich ein Paar im Konflikt trennt, vom erzieherischen Beitrag beider Elternteile profitieren zu lassen oder hält es nicht eher Unstimmigkeiten aufrecht, und trägt so zu einer Verschlechterung des Lebenskontextes des Kindes bei?
Der Vormund ist ein neuer juristischer Akteur, welcher die Rechte des Kindes vertritt. Welche Fundamente existieren um die Legitimation dieser Repräsentation zu garantieren, vor allem, wenn das Kind die Fähigkeit zu abstrahieren noch nicht voll entwickelt hat? Und auf welche Art und Weise erlaubt die Verteidigung der Rechte des Kindes, einem gleichwertigen Mitglied einer Familie in einer Konfliktsituation, diesem die Garantie eines besseren Schutzes?

In der Absicht, die Komplexität und Diversität von Trennungssituationen zu widerspiegeln und realistische Lösungswege anzuvisieren, organisiert die Stiftung Sarah Oberson nach den Präsentationen der Experten einen Runden Tisch. Dieser Runde Tisch soll gleichzeitig widersprüchlich aber auch konstruktiv die Stimmen nicht nur der Berufstätigen in diesem Sektor, sondern auch die Stimmen und Erfahrungen der Eltern mit und ohne Sorgerecht, die Stimmen von Repräsentanten des Schweizerischen Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter (SVAMV) und der Bewegung Mouvement de la Condition Paternelle Valais (MCPV) zusammenführen.

 

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Programm

19 :00 Begrüssung
Herr Bernard Comby, Präsident der Stiftung Sarah Oberson

19 :05 Die elterliche Kindesentführung: das Kind als Geisel
Herr Rolf Widmer, Director des Schweizerischen Stiftung des Internationalen Sozialdienstes (SSI)

19 :20 Kinder und Trennung: welche Rolle für die Familienmediation
Frau Christine Debons, Unabhängige Mediatorin zugelassen durch den Schweizerischen Dachverband Mediation (SDM)

19 :35 Gemeinsames Sorgerecht in der Praxis der Gerichte
Herr Christophe Joris, Richter Gericht Martigny

19 :50 Der Vormund, ein neuer juristischer Akteur
Frau Patricia Michellod, Rechtsanwältin und Vormund Kanton Genf

20 :05 Runder Tisch : Synthese und langfristige Lösungsansätze
Moderation Herr Fabrice Germanier, Vorstandsmitglied Stiftung Sarah Oberson und Präsident des Walliser Presseverbandes:
- Teilnahme von Frau Irene Lucidi , Präsidentin von Missing Children Switzerland
- Und Frau Doris Agazzi, Koordinatorin für die Westschweiz des Schweizerischen Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter (SVAMV)
- Und Herr Frédéric Métrailler, Mitglied des Mouvement de la Condition Paternelle Valais

21:00 Schlusswort
Herr Bernard Comby, Präsident der Stiftung Sarah Oberson

21 :05 Aperitif, von der Gemeinde Saxon offeriert

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Publikum

Diese Tagung adressiert sich an alle Eltern, an alle Berufstätigen des Bereiches (Sozialarbeitende, Juristen, Psychologen, Lehrpersonen, Polizisten, Journalisten etc.), an Elternverbände und Mitarbeitende offizieller Behördenstellen. Vertretende der Wissenschaft und Studierende sind ebenfalls willkommen.

Praktische Informationen

Datum : Mittwoch, den 9. November 2011
Ort : Casino, Saxon, Wallis
Sprache : Französisch

Eintritt : Gratis
Auskünfte
: Stiftung Sarah Oberson, info@sarahoberson.org, 027/205 73 03 (Frau Clara Balestra), www.sarahoberson.org

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Presse:

Une soirée de mobilisation contre les enlèvements d'enfants, Le Nouvelliste, 8.11.11, p. 1
Mobilisons-nous contre la disparition d'enfants, Le Nouvelliste, 8.11.11, p. 2-3.
Mieux prévénir le drame, Le Nouvelliste, 10.11.11, p. 5.
Die gemeinsame elterliche Sorge wird zur Regel, Medienmitteilungen, Der Bundesrat, 17.11.2011

 

 

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