Wie kann man eine kriminelle Entführung vermeiden?

 

Stranger child abduction and guardianship: Accompaniment and surveillance in attempted and completed cases, Crime Prevention & Community Safety, 2016
"Results show only direct oversight provided by an adult who sees themselves as personally responsible for a child to be a very effective means of abduction prevention, both dissuading and disrupting offences."

Veröffentlichte Ratschläge von der Organisation Child Focus für verschwundene und sexuell mißbrauchte Kinder, auf der Webseite unter dem gleichen Titel: Wie kann man eine kriminelle Entführung vermeiden?

Das Zauberwort für die Sicherheit ihrer Kinder bleibt COMMUNICATION. Es gibt sicher einige Tipps die ihre Kinder schon gehört haben aber es ist immer gut sie wieder daran zu erinnern:

Vermisste Kinder

Police, child protection agency urge tips on missing children's cases, Inside Toronto, 05.06.15

Allgemein:
- Ich kenne meinen vollständigen Namen, den meiner Eltern, meine Adresse und meine Telefonnummer aber ich gebe diese nicht an andere weiter.
- Ich weiß wo meine Eltern arbeiten und wie ich sie erreichen kann, via GPS zum Beispiel.
- Ich kenne andere Erwachsene denen ich vertrauen kann und die ich anrufen kann wenn es Probleme gibt.
- Ich rufe die 117 an, wenn ich in Gefahr bin oder mich in Gefahr fühle.
- Ich frage immer meine Eltern ob ich die Erlaubnis habe irgendwo hinzugehen und wo, wie, wann und mit wem ich raus gehen möchte. Wir entscheiden zusammen wann ich zu Hause sein muss.
- Ich frage immer meine Eltern wenn ich einen Abend oder eine Nacht bei einem Freund oder einer Freundin verbringen will.
- Ich sage immer meinen Eltern Bescheid, wenn es eine Planänderung gibt.
- Ich mache nie Auto-Stopp.

An öffentlichen Orten:
- Ich entferne mich nicht von meinen Eltern oder den Erwachsenen die mich begleiten.
- Ich trage bunte Kleider um sichtbar zu sein.
- Wenn ich mich verirrt habe, bleibe ich an einem öffentlichen Ort und ich wende mich an die Sicherheit, die Polizei oder eine Mutter mit Kind.
- Ich weigere mich mit einer unbekannten Person mitzugehen oder in ein Auto zu steigen.
- Wenn eine erwachsene Person sich verirrt hat und mich um Hilfe bittet, z.B. um den Weg oder seine Katze wieder zu finden, ist es nicht unhöflich abzulehnen: ein andere erwachsene Person kann hier besser helfen.

Zu Hause:
- Ich öffne nicht die Tür wenn ich alleine bin und wenn ich niemanden erwarte.
- Ich frage immer meine Eltern ob ich die Erlaubnis habe raus zu gehen.

Internet:
- Wenn ich jemand kennengelernt habe über das Internet rede ich zuerst mit meinen Eltern. Ich mache einen Termin an einem öffentlichem Ort aus und ich gehe nur in Begleitung von einer Vertrauensperson.
Auf dem Weg zur Schule:
- Ich gehe nur in Begleitung von Freunden und ich merke mir sichere Orte wenn ich Hilfe brauche oder wo ich unter Umständen hinflüchten kann.

Elektronische Geräte:
Die Stiftung Sarah Oberson ist gegen elektronische Geräte (Armbänder und Handy mit GPS um eure Kinder zu lokalisieren) wie Child Focus. Diese Geräte übermitteln eine ungerechtfertigte Angst von der Entführung im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch. Diese Art von Entführung ist extrem selten! Die elektronischen Geräte geben ein falsches Gefühl von Sicherheit weil Technologie nie unfehlbar ist (Panne, Ausfall des Betriebs unter bestimmten Bedingungen, Deaktivierung des Gerätes usw.) Außerdem verhindert es die psychologische Entwicklung von Kindern, die eine gewisse Selbständigkeit brauchen. Sie müssen ihr Vertrauen spüren damit die Kinder ein Verantwortungsgefühl und ein Vertrauen in die Gesellschaft entwickeln.

 

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